Donald Trumpel the Great

Wie viel kann man in Sachen Humor von Donald the Trumpel lernen! Donald liebt nichts mehr als sich selbst! Das schönste Geschenk, das man ihm machen kann ist ein Spiegel! Am besten natürlich ein überdimensionaler Spiegel. Oder ein Vergrösserungsspiegel! Dann kann er ständig und in Übergrösse seine Goldlocke sehen. Wer ihn trotzdem lieber nicht als US-Präsidenten haben möchte, sollte ihn ständig beschäftigen mit VIP-Interviews, mit Möglichkeiten, sich zur Schau zu stellen, mit pausenlosem Applaus, mit Schmeicheleien und Bewunderungen jeder Art. Das geht ihm runter wie Öl – und allen ist damit gedient. Besser seine blond- geölte Schmalzlocke auf allen Kanälen als sein Hintern auf dem Präsidentenstuhl. Ja, Donald – Du bist der Grösste. Gewiss, Donald: Du bist der Beste! Nein Donald – Bush ist nicht dämlicher als Du! So, und jetzt geh schön spielen.

wie auf dem Schulhof

Da geht’s rund, wenn in der Pause der Donald den Wladimir trifft und ihm sagt, dass seine Atomraketen viel viel grösser seien als dem seine. Dann will der Recep nämlich auch mitspielen, woraufhin François zeigen muss, dass er nicht nur einen Privatfrisör sondern auch Atomsprengköpfe hat. Ein Schwarzafrikaner pöbelt dazwischen, jetzt sei aber er mal an der Reihe, und von einem Minarett brüllt einer runter, dass alle anderen blöd und gemein seien. Zuguterletzt fliegt dann noch eine bayerische Mistgabel dazwischen, tja, und dann ist die Pause vorbei.

wie klein ist das denn

Wenn einer sich gross aufregt, weil ein anderer behauptet, er habe einen Kleinen – dann kann es mit der Grösse nicht weit her sein.

Flugangst und neuer Therapie-ansatz

Wer unter Flugangst leidet, kann nun durch die Französische Fluggesellschaft Air France nachhaltig geheilt werden, und zwar gratis! Wer ein Ticket bei Air France bucht und gleichzeitig Flugangst hat, braucht sich nicht zu fürchten: Denn der Flug wird nicht stattfinden. Entweder streiken die Piloten. Oder es streikt das Bodenpersonal. Oder es streiken die Flugbegleiter. Oder es streiken die Fluglotsen. Ein ähnliches Konzept wird nun für Flugangstgeplagte in Deutschland in Erwägung gezogen: Flüge vom und nach dem Flughafen Berlin.

Fanatismus ist, wenn

jemand eine Regel über alles stellt, sogar über die Regel selbst. Und über alle anderen, die diese Regel respektieren und akzeptieren. Das ist wie wenn einer so intelligent ist, dass er schon wieder blöd ist. Kann aber auch recht lustig werden, Beispiel Strassenverkehrsordnung: Bei Rot stehen, bei Grün gehen. Der Extremist tritt schon bei Gelb extrem in die Bremsen – ohne Rücksicht, ob ihm jemand dadurch hintendrauf knallt. Der Fanatiker treibt es dann immer noch weiter: Wer nicht bei Gelb bremst, wird ausgepeitscht. Wer bei Rot erwischt wird, wird getötet. Wer jemanden sieht, der bei Rot über die Ampel fährt und das nicht meldet, der wird genauso getötet. Auch Krankenwagen und Feuerwehr im Noteinsatz: Bei Rot stehen bleiben! Sonst Todesstrafe! (Der Patient hinten ist dann vielleicht eh schon tot). Je nach eigenem Geschmack werden noch Sonderregeln zur eigentlichen Regel aufgestellt. Beispiel: Frauen dürfen nicht einmal bei Grün fahren. Gleichgeschlechtlich Orientierte dürfen nicht einmal in ein Auto steigen. Sonst (was sonst?) Todesstrafe. Noch witziger wird es, wenn „GOTT“ für die Begründung herhalten muss: Der Allmächtige will es so! Sein Gesetz sagt: Bei Rot stehen bleiben! Also (logisch !?) bei Gelb eine Vollbremsung. Am besten schon bei Grün abbremsen, jeder Verkehrssünder muss gekillt werden. Frauen müssen vollverschleiert im Auto sitzen – dadurch können sie die gelbe Ampel nicht sehen – Todesstrafe. …. Aberwitzig wird es, wenn der Fanatiker nicht mehr konsequent, sondern Fanatist ist: Dem Allmächtigen muss jeder aufs Wort gehorchen. Gewiss. Komisch nur – der Allmächtige hat mit keinem Wort eine rote oder grüne Ampel erwähnt! Trotzdem: Todesstrafe! Der Prophet hat niemals ein Auto benutzt – Kamele und Wüstenschiffe haben noch nie an einer Ampel gehalten. Trotzdem: Todesstrafe. Und wer nachfragt: Todesstrafe. Warum das alles? Weil halt! Weil der Fanatist es besser als sein Gott weiss.

Nachfragen hilft dem Humor

Humor kann dadurch entstehen, dass Sie etwas nicht verstehen. Wenn jemand etwas nicht kapiert, aber dann beharrlich nachfragt,ist dadurch Erheiterung möglich. Beispiel: Als die Bundeskanzlerin im Frühjahr 2015 ein Flüchtlingsaufnahmelager besuchte (sinngemäss Braunau oder Bitterfeld), da standen an der Strassenseite 5 kahlrasierte Herren und riefen ständig: „Vier sind das Volk! Vier sind das Volk!“ Obwohl sie nur 5 waren, bestanden sie darauf: „Vier sind das Volk! Vier sind das Volk!“ Wer soetwas nun gerne verstehen möchte, stellt sich schon gewisse Fragen: Wieso sollte das Volk nur aus Vier bestehen? Wieso sollte das Volk nur aus Vier Herren bestehen? (Wo sind die Frauen?) Welches Volk besteht aus vier Männern? Abgesehen davon: es waren doch Fünf! Haben die sich verzählt? Oder gehörte Einer von den Fünfen nicht zum Volk – (denn dann wären es wieder Vier gewesen). Aber welcher von den Fünfen? Und warum brüllt der trotzdem mit? (Vielleicht war es ein V-Mann? Das V wie Vier könnte ein Hinweis sein!) Noch verwirrender wird es, wenn Sie davon ausgehen, dass es sich um Neonazis handelte. Jeder weiss, dass die gewöhnlich nicht bis Drei zählen können! Wenn es aber doch Fünf waren, die nicht bis auf Drei zählen können – wie kommen die dazu, zu brüllen: „Vier“ sind das Volk? Fünf die brüllen „Vier sind das Volk“, obwohl sie nicht mal auf Drei zählen können, das muss irgendwie höhere Mathematik sein. Und da kann man eigentlich nur lachen.

Aufgaben des Humbf

Aufgabenstellung und Aufgabenbewältigung des Humorbeauftragten sind noch im Werden begriffen. Nur als Beispiel die heutige Anfrage aus dem Landwirtschaftsministerium: Der Humorbeauftragte habe doch sicher auch die Aufgabe, unterstützend humorvoll einzugreifen, wenn das Ministerium den von Katastrophen gebeutelten Landwirten Rede und Antwort stehen muss. Prinzipiell gilt hier – wie auch sonst so oft: Suchen Sie das Erfreuliche daran! Wenn z.B. Landwirte von Überschwemmungen betroffen sind – dann sucht der Humorbeauftragte das Erfreuliche. Und da gibt es in der Tat so einiges! So manchem Kuhstall oder Saustall hat es nicht geschadet, wenn er mal so richtig durchgespült wurde! Auch das hat eine heitere Note: Nach der Flut ist vor der Flut! Das gibt immerhin auch Hoffnung, dass es hinterher besser wird! Nehmen Sie doch einfach mal Ostdeutschland. Was hat diese Region schon Fluten über sich ergehen lassen müssen. Die Eiszeit. Die Pest. Die Hunnen. Die Preussen. Die braune Flut des Dritten Reiches. Die rote Flut des Arbeiter-und Bauernstaates. Die Flüchtlingswelle in den Westen. Die gierige Welle in den Osten nach dem Mauerfall. So vieles wiederholt sich einfach – wie Wellenbewegungen eben so sind. Aber das ist doch das Gute daran, dass die Landwirtschaft nach einem Winter grade wieder von vorne anfangen kann! Heute gibt es wieder jede Menge brauner Brühe. Zwar kommt eine (Land)-Wirtschaft auf diese Weise niemals von der Stelle, aber immerhin sind die Leute irgendwie beschäftigt. Böhmen und Möhren sind unser, genau wie Bohnen und Möhren, und wer das mag und nichts dazulernt, der findet doch immer wieder reichlich Nahrung.

Amtseinführung, anstelle von einer

Natürlich sehen Sie mich momentan überaus überrumpelt. Bisher war ich im mittleren Verwaltungsdienst – Ablagenregistratur – des Inneren tätig, nun bin ich plötzlich befördert zum außerparlamentarischen Humorbeauftragten – was mir im Prinzip gleich sein könnte, wenn ich nur nicht in das Büro von nebenan wechseln müsste … Aber erwarten Sie vor Feierabend bitte keine Wunder mehr, immerhin geht es ja auch schon so langsam ins Wochenende hinein. Jetzt warten Sie erst einmal ab, natürlich wird auch diese neue Aufgabe und Herausforderung gewissenhaft gemeistert werden.

«< 11 12 13 14 15